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Update vom 3. Juli 2026: Versicherungspflicht für Selbstständige

Der VGSD, dem auch der VDT angehört, hat den Abschlussbericht der Rentenkommission zur geplanten Rentenversicherungspflicht für Selbstständige kritisch unter die Lupe genommen. Zur Information unserer selbständig arbeitenden Mitglieder geben wir euch hier ein kurzes Update. In den einschlägigen Medien kursieren teils widersprüchliche Informationen, weshalb der VGSD eine Zusammenfassung erstellt hat. Ergänzend veröffentlicht der VGSD konkrete Vorschläge, wie die bislang sehr unterschiedlichen Regelungen zur Rentenversicherung für Selbstständige vereinheitlicht und bürokratischer Aufwand reduziert werden könnten.

Die Rentenkommission empfiehlt, künftig grundsätzlich alle neuen Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Für bereits selbstständig Tätige ist zwar ebenfalls eine Versicherungspflicht vorgesehen, von der sie sich jedoch ohne weitere Voraussetzungen befreien können. Wer sich neu selbständig macht, soll diese Wahlfreiheit laut Entwurf nicht bekommen. Der VGSD begrüßt einzelne Ansätze, fordert aber unter anderem eine praxisgerechte Ausgestaltung, weniger Bürokratie sowie eine Reform des Statusfeststellungsverfahrens, damit Selbstständige mehr Rechtssicherheit erhalten.

Die Umfrage (siehe unten) ist nur noch bis zum 7. Juli 2026 um 17 Uhr geöffnet.

Original-Info vom 12. Juni 2026:

Aktuell sucht die deutsche Regierung nach branchenübergreifenden Kriterien für die Abgrenzung zwischen selbstständiger Tätigkeit und abhängiger Beschäftigung. In unserer Branche treffen viele Kriterien, die normalerweise klar auf eine Festanstellung hindeuten, nicht zu. Sollte der Kriterienkatalog für eine sogenannte Statusfeststellung für uns ungünstig ausfallen, wird dies zu einem massiven Entfall selbständiger Aufträge für Tonschaffende führen.

Wir wollen selbständig bleiben dürfen! Deshalb legen wir allen freiberuflichen und unternehmerisch tätigen Mitgliedern nahe, an der Umfrage des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) e.V. teilzunehmen solltest. Die Ergebnisse fließen in die politische Entscheidungsfindung ein.

Deshalb unsere Bitte: Nimm dir 20 Minuten Zeit und helfe mit, die Interessen von Selbstständigen in unserer Branche gegenüber der Politik sichtbar zu machen. Ideal wäre es dabei, dass du bei Frage 18 nach der Tätigkeit „Tonmeister“ anklickst. Der Tonmeisterbegriff ist ja sehr offen definiert; auch ein Veranstaltungsmeister mit Schwerpunkt Ton ist Tonmeister, ebenso wie eine Beschallerin oder jemand am Set-Ton. Wenn wir alle die gleiche Rubrik anwählen, zählt jede einzelne unserer Stimmen auch für die Gesamtheit unserer Tonschaffenden-Branche.

Wichtig ist dabei, dass du den Fragebogen komplett ausfüllst, auch wenn manch eine Frage vielleicht komisch wirkt. Nur komplette Fragebögen werden berücksichtigt. Wir empfehlen, die Fragen der Übersichtlichkeit halber am Rechner statt per Smartphone auszufüllen.

VGSD, BAGSV und der VDT kooperieren bereits seit Ende 2024 aktiv zu diesem Thema. Jetzt ist das Problem allerdings in der aktuellen Tagespolitik angekommen und soll neu entschieden werden, weshalb ein Handeln genau jetzt sinnvoll ist.